Die Plattform für Regionalentwicklung in der Schweiz

MARGE - Einbindung benachteiligter Quartiere im Oberrheingebiet

Die Oberrheinregion ist eine reiche und teils stark urbanisierte Region, in der jedoch territoriale Ungleichheiten bestehen. Marginalisierte Quartiere in den Randbezirken der grossen Städte fordern die Gesellschaft in allen drei Ländern bezüglich Fragen zur sozialen Durchlässigkeit, der Integration und Chancengleichheit heraus. Um sich dieser Herausforderung zu stellen, haben die drei Länder und die jeweiligen regionalen und kommunalen Gebietskörperschaften seit mehreren Jahren soziale Stadtentwicklungsprogramme aufgelegt. Trotz der Ähnlichkeit der Herausforderungen in den Quartieren kennen sich die zuständigen Verwaltungen der anderen Länder des Oberrheins nicht, obwohl die Quartiere manchmal nur wenige Kilometer auseinanderliegen. Da diese Herausforderung alle drei Länder des Oberrheins betrifft, eröffnet die grenzüberschreitende Perspektive neue innovative Methoden und Projekte, die in den verschiedenen Ländern entwickelt wurden. Dies gilt einerseits für die im Bereich Soziale Stadtentwicklung Forschende, aber auch für die betroffenen Verwaltungen selbst.

Ziel des Projekts MARGE ist es, die integrierte Stadtteilentwicklung ausgewählter Gemeinden in Deutschland, Frankreich und der Schweiz im Verbund zwischen Verwaltungen und der Wissenschaft weiterzuentwickeln. Dadurch wird die Entwicklung von Aus- und Weiterbildung zur Qualifizierung von Fachkräften in der öffentlichen Verwaltung und der sozialen Arbeit grenzüberschreitend und praxisnah gesichert. Durch den Austausch zwischen der Verwaltung und Akteuren in den marginalisierten Quartieren kann die Governance durch Good-Practice-Austausch und soziale Innovation effizienter und effektiver gestaltet werden. So können Entwicklungsimpulse für die betroffenen Quartieren und die Region gesetzt werden.Thematisch fokussiert sich das Projekt auf die Bewohnerbeteiligung und Förderung von Empowerment, Jugendarbeit und insbesondere Prävention im Kontext von Radikalisierungsgefahren, Netzwerkarbeit zwischen Verwaltung, freien Trägern und Bewohnern, soziale Mischung und Stadterneuerung.

Das Projekt wird vor allem von den beteiligten Gemeinden selbst und den Kantonen unterstützt. Der Bund trägt aufgrund einiger nicht NRP-konformer Zielbereiche nur zu einem geringen Teil zur Finanzierung bei.
Kanton
Basel-Stadt
Basel-Landschaft
Thema
Weitere Themen
Programm
Interreg
Projektdauer
01.01.2017 - 31.12.2019
Finanzierungs- instrument
à fonds perdu
Projektkosten
CHF 415'626.50
Förderung Bund
CHF 59'376.35
Gesamtkosten EU
€ 981'482.06
Kontakt
Fachhochschule Nordwestschweiz - Hochschule für soziale Arbeit
NRP
Die strategischen Ziele und Schwerpunkte bei der Umsetzung der NRP variieren je nach Kanton und Region und sind entscheidend dafür, ob ein Projekt durch NRP-Fördermittel unterstützt werden kann.
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