Die Plattform für Regionalentwicklung in der Schweiz

Climate Change Adaptation by Spatial Planning in the Alpine Space

CLISP ist ein INTERREG-IV-B-Projekt, welches im Rahmen des Programms Alpine Space 2007–2013 finanziert wird. Als Projektleiter fungiert das Umweltbundesamt (A). Das Bundesamt für Raumentwicklung (ARE) leitet das Arbeitspaket 5 Spatial Planning Fitness. Die Partnerschaft umfasst 14 Projektpartner aus Österreich (6), Italien (3), Deutschland (1), Slowenien (1), Schweiz (ARE und Amt für Raumentwicklung Graubünden) und Fürstentum Liechtenstein (1) und umfasst internationale Organisationen, nationale und regionale Verwaltungen, Regionen/Provinzen und Forschungsstätten. Das Projekt CLISP konzentriert sich auf die Herausforderungen, denen die Raumplanung angesichts des Klimawandels gegenübersteht. Dabei sollen Lösungsansätze für eine «klimabeständige» Raumplanung erarbeitet werden, um zur Klimaanpassung beizutragen. Das Projekt zielt auf eine vorausschauende Planung, die klimawandelbedingte räumliche Konflikte vermeidet und abmildert, die Verwundbarkeit von Raumentwicklung und Raumstrukturen gegenüber negativen Klimawandelfolgen reduziert und daraus resultierende Schäden und Kosten verhindert. Die Anpassung an den Klimawandel – einschliesslich der Abstimmung mit Maßnahmen zum Klimaschutz – ist immer noch ein neues Handlungsfeld in der Raumplanung, sowohl für die Politik als auch für die Verwaltung – CLISP ist daher als strategisches Pilotprojekt anzusehen. CLISP soll zu einer nachhaltigen, klimaangepassten Raumplanung und räumlichen Entwicklung im Alpenraum beitragen.

Ziele und erwartete Wirkungen

Das Projekt verfolgt folgende Hauptziele:

  • Erarbeitung neuer klimasicherer Planungsstrategien für eine nachhaltige und widerstandsfähige Raumentwicklung auf transnationaler, nationaler und regionaler Ebene.
  • Entwicklung und Anwendung übertragbarer Konzepte und Methoden zur Bewertung regionaler raumrelevanter Vulnerabilitäten
  • Evaluierung der «Klimawandelfitness» der Raumplanungssysteme (rechtlicher und institutioneller Rahmen, Instrumente, Verfahren) und Identifizierung von Stärken, Schwächen und Verbesserungsmöglichkeiten.
  • Förderung der Anwendung von Risk Governance-Ansätzen, u. a. durch Risikokommunikation in den Modellregionen und durch Untersuchung bestehender Risikomanagementsysteme
  • Etablierung eines transnationalen Expertennetzwerks für Raumplanung und Klimawandel.
  • Sensibilisierung von Politik und Entscheidungsträgern, Planungsbehörden, Stakeholdern und der Öffentlichkeit für klimabedingte Risiken und die Notwendigkeit der Klimaanpassung; Initiierung von Umsetzungsprozessen und Transfer von Erfahrungen und Ergebnissen zu anderen Regionen im gesamten Alpenraum und darüber hinaus.
Kanton
Graubünden
Thema
Weitere Themen
Programm
Interreg
Projektdauer
01.09.2008 - 31.08.2011
Kontakt
Bundesamt für Raumentwicklung ARE
Melanie Butterling
-
3003 Bern
Schweiz
Bern
melanie.butterling@are.admin.ch
NRP
Die strategischen Ziele und Schwerpunkte bei der Umsetzung der NRP variieren je nach Kanton und Region und sind entscheidend dafür, ob ein Projekt durch NRP-Fördermittel unterstützt werden kann.
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