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Schaffung einer "Slow Destination" - ein neuartiges und zukunftsträchtiges Projekt für den Tourismus der Region Morges

Im Bezirk Morges ist der Tourismus ein relativ zersplitterter Wirtschafts- sektor, in dem die einzelnen Akteure wenig zusammenarbeiten und es praktisch keine kombinierten Angebote gibt. Ausgehend von dieser Feststellung möchte die Region ihre Kräfte bündeln und die entsprechenden Akteure in einem gemeinsamen Projekt vereinen.

 

SLOW TOURISM, LANGSAMER TOURISMUS: EIN WICHTIGER TREND

Wer sich für den «langsamen Tourismus» entscheidet, wählt damit ein Gegenmittel zum Alltagsstress. Dabei ist authentisches Erleben wichtiger, als dass man möglichst schnell möglichst viel entdeckt. «Langsam Reisende» nehmen es gemütlich, suchen den Kontakt zur lokalen Bevölkerung und legen Wert auf umweltbewusstes Verhalten. Sie schätzen gutes Essen und regionale Produkte, degustieren gerne lokale Weine und interessieren sich für das kulturelle Erbe der Region. Dabei setzen sie auf sanfte Mobilität und bewegen sich am liebsten mit dem Zug, dem Fahrrad, per Pferd oder zu Fuss.

 

EIN INNOVATIVES UND EINZIGARTIGES PROJEKT

Innovativ ist an diesem Projekt der Aufbau und die Weiterentwicklung eines breit gefächerten Angebots, das fünf verschiedene SLOW-Bereiche abdeckt. Gewisse Bereiche gibt es bereits seit Langem, so etwa Slow Food oder Slow City. Neu und einzigartig ist die Absicht, diese fünf Bereiche als ein globales Angebot zu positionieren und zu vermarkten, und dabei die lokalen Akteure miteinzubeziehen. Zu den beiden bereits genannten Bereichen kommen neu Slow Travel, Slow Sleep und Slow Wine hinzu.

 

Dieses Projekt ist schweizweit einzigartig, da es in unserem Land noch keine «Slow Destination» gibt. Die Erkenntnisse aus diesem Projekt können anderen Destinationen zugutekommen. So gesehen ist es ein Projekt mit Vorbildcharakter.

 

KONZEPT

Das Konzept ist relativ simpel: Ausgehend von verschiedenen Leuchtturm- projekten wie den Maisons du Tourisme (in Morges, Bière und St-Prex) und dank neuen Angeboten in den Bereichen Beherbergung, Mobilität, Weintourismus und lokale Produkte wollen wir die Attraktivität unserer Region stärken und eine eigenständige Destination schaffen, die die verschiedenen Akteure der fünf Bereiche vereint. Die ganze Region soll von einer Dynamik erfasst werden und sich klar und selbstbewusst als Slow Destination positionieren.

 

WARUM SOLL DIE REGION MORGES ZU EINER SLOW DESTINATION WERDEN?

Das Konzept des langsamen, sanften Tourismus passt perfekt zur Identität der Region. Genau diese Art von Tourismus möchten die touristischen Akteure der Region weiterentwickeln. Der langsame Tourismus entspricht den Wünschen der urbanen Bevölkerung im Genferseeraum, dem wichtigsten Zielpublikum für den regionalen Tourismus. Zudem hilft er den lokalen Akteuren, die Produkte aus der Region und den Weintourismus zu vermarkten. Dadurch erschliesst das Projekt konkrete Einnahmequellen für den Tourismussektor in der Region und die lokalen Produktionsbetriebe. Da es ein nicht standardisiertes Vorgehen ist, fördert es Kreativität, Emotionalität und Innovation und ermöglicht dem regionalen Tourismus damit, sich von der Konkurrenz abzuheben. Das Konzept ermutigt zur Zusammenarbeit und zur Schaffung neuer Angebote, bei denen für einen Kurzaufenthalt von ein paar Tagen mehrere Leistungen zusammengestellt werden. Dabei steht auf allen Ebenen die Qualität im Vordergrund, sei es im Kontakt mit den Gästen oder auch bei den einzelnen touristischen Produkten und Leistungen, von den einfachsten bis zu den luxuriösesten.

 

Partner

  • Parc naturel régional Jura vaudois
  • Morges Region Tourismus
  • Verkehrsbetriebe der Region Morges–Bière–Cossonay
Kanton
Waadt
Thema
Tourismus
Programm
Innotour
Projektdauer
01.09.2016 - 31.07.2020
Finanzierungs- instrument
à fonds perdu
Förderung Bund
CHF 220'000.–
Kontakt
ASSOCIATION DE LA REGION COSSONAY-AUBONNE-MORGES (ARCAM)
Rue Neuve 1
1304 Cossonay
Schweiz
+41 (0)21 862 22 75
http://www.arcam-vd.ch/tourisme/slow-destination/
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