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Langfristig nachhaltige, volkswirtschaftliche Entwicklung im Bereich der Zweitwohnungen und der touristischen Beherbergung in den Tourismusräumen.

Konzept «Kommunale Zweitwohnungspolitik»

Aus Sicht der Graubündner Regierung ist eine langfristig nachhaltige Entwicklung des Zweitwohnungsbaus sowie der touristischen Beherbergungen anzustreben. Gegenwärtig ist in vielen touristischen Destinationen des Kantons Graubünden das Angebot an Zweitwohnungen und Hotels unausgewogen, was sich in einer niedrigen touristischen Wertschöpfung äussert. Mittels exemplarischen Beispielen zur Lenkung des Zweitwohnungsbaus sowie zur Förderung von Erstwohnungen aus Destinationen mit unterschiedlichen Eigenschaften soll den Gemeinden ein Werkzeug und damit eine Möglichkeit zur Steigerung der Wertschöpfung zur Verfügung gestellt werden. Ebenso wird damit das Wissen verschiedener Experten auf diesem Gebiet zusammengetragen, in diesen Beispielen angewendet und somit zugänglich gemacht.

Ziele und erwartete Wirkungen

Das Ziel ist es, diese Wertschöpfung zu erhöhen. Der Kanton möchte die Gemeinden unterstützen, tragfähige Konzepte zur Förderung der Wertschöpfung durch die touristische Beherbergung zu entwickeln. Dies soll anhand von konkreten Fallbespielen / Piloten und durch inhaltliches und methodisches Wissen von externen Experten erfolgen. Die Experten sollen zusammen mit interessierten Gemeinden zukunftsorientierte Massnahmenpakete entwickeln, welche neben der Beschränkung des Zweitwohnungsbaus einen optimalen Rahmen für eine aktive Förderung touristischer Beherbergungen – den Bau von Hotels und Resorts inkl. Feriendörfern – schaffen.

Tätigkeiten im Projekt

Das Projekt wird in folgenden vier Phasen durchgeführt:

  • Phase 1 – Auswahl der Gemeinden / Tourismusräume: Die Gemeinden / Regionen / touristischen Leistungsträger werden über das Projekt informiert und erhalten die Möglichkeit, ihr Interesse zu bekunden. Der Kanton erhält dadurch eine Übersicht über die interessierten Gemeinden.
  • Phase 2 – Situationsanalyse: Das Verständnis für die spezifischen Situationen in den drei touristischen Destinationen soll gefördert werden. Für die Gemeinden / Tourismusräume sollen Argumente aufgearbeitet werden, welche bei der Umsetzung einzelner Massnahmen des Pilotkonzepts verwendet werden können. Die Analyse dient als Grundlage für die Phasen 3 und 4.
  • Phase 3 – Konzeption und Aktionsplan: Die Trennung zwischen dem sachlich geeigneten Konzept und dem Aktionsplan soll eine Diskussion über die Notwendigkeit und Gestaltung einzelner Massnahmen ermöglichen. Die Gemeinden / Tourismusräume sollen von einem auf sie massgeschneiderten Massnahmenpaket profitieren.
  • Phase 4 – Synthese / Abschluss des Projekts: Die gewonnenen Erkenntnisse aus den drei Pilotkonzepten sollen verallgemeinert werden.
Kanton
Graubünden
Thema
Tourismus
Programm
NRP
Projektdauer
04.06.2010 - 31.12.2011
Finanzierungs- instrument
à fonds perdu
Projektkosten
CHF 255'000.–
Kontakt
Amt für Wirtschaft und Tourismus Graubünden
Projektmitarbeiter Regionalentwicklung
Marco Hörler
Grabenstrasse 1
7001 Chur
Schweiz
Graubünden
+41 81 257 30 77
marco.hoerler@awt.gr.ch
Die strategischen Ziele und Schwerpunkte bei der Umsetzung der NRP variieren je nach Kanton und Region und sind entscheidend dafür, ob ein Projekt durch NRP-Fördermittel unterstützt werden kann.
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