Rückstandarme Obstproduktion - Modellanlagen zur Weiterentwicklung des Integrierten Pflanzenschutzes

Rückstandarme Obstproduktion - Modellanlagen zur Weiterentwicklung des Integrierten Pflanzenschutzes
Die Obstproduktion steht vor sehr grossen Herausforderungen für die Zukunft. Detailhandel und Konsumenten fordern qualitativ hochwertige, gesunde, rückstandsfreie und preiswerte Lebensmittel, deren Produktion nachhaltig und umweltschonend sein soll. Um weiterhin mit diesen Rahmenbedingungen Obst im Bodenseeraum produzieren zu können, müssen innovative systembasierte Lösungen entwickelt werden. Ziel des Projektes ist das Aufzeigen neuer Wege, wie die Produktion qualitativ hochstehender, gesunder und weitgehend rückstandsfreier Früchte bei messbar reduziertem Pflanzenschutzmitteleinsatz realisiert werden kann. Die exportorientierte Obstbranche im Wirtschaftsraum Bodensee soll hierbei grenzüberschreitend eine Vorreiterrolle übernehmen und dadurch auch ihre Wettbewerbsfähigkeit steigern können. Gleichzeitig können durch die Zusammenarbeit der führenden Forschungsinstitutionen in der Region grosse Synergieeffekte erzielt werden.
Im Projekt sollen in Modellanlagen für die Leitkulturen Apfel, Kirsche und in geringem Umfang für Birnen, erfolgversprechende Anbau- und Pflanzenschutzstrategien so kombiniert und weiterentwickelt werden, dass im Vergleich mit üblichen Standards aus der Integrierten Produktion (IP) und dem Biologischen Anbau (BIO) 50-80% weniger umweltkritische Pflanzenschutzmittel eingesetzt werden und möglichst keine Rückstände auf den Früchten verbleiben. Anbau- und pflanzenschutztechnische Massnahmen sollen einzeln und in Kombination nach ökonomischen Kriterien bewertet und miteinander verglichen werden. Zur Beurteilung der Zielerreichung soll zudem ein grenzüberschreitendes Netzwerk von Referenzbetrieben (IP und Bio) etabliert und in die Bewertung mit eingeschlossen werden.
Kanton
Schaffhausen
St. Gallen
Thurgau
Zürich
Thema
Agrarwirtschaft
Programm
Interreg
Projektdauer
01.01.2015 - 31.12.2019
Finanzierungs- instrument
à fonds perdu
Projektkosten
CHF 1'572'383.25
Förderung Bund
CHF 786'191.65
Gesamtkosten EU
€ 1'187'450.–
Kontakt
Bildungs- und Beratungszentrum Arenenberg, Bernhard Müller
NRP
Die strategischen Ziele und Schwerpunkte bei der Umsetzung der NRP variieren je nach Kanton und Region und sind entscheidend dafür, ob ein Projekt durch NRP-Fördermittel unterstützt werden kann.
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