Die Plattform für Regionalentwicklung in der Schweiz

TRISAN - Bedarfsoptimierte Optimierung der Z'arbeit der Gesundheitsverwaltungen/ -leistungserbringer

Seit 1997 koordiniert die Arbeitsgruppe „Gesundheitspolitik“ der Oberrheinkonferenz die Gesundheitsverwaltungsstellen am Oberrhein und ermöglicht einen Austausch über Gesundheitsstrategien und -projekte in den drei Ländern. Trotz den erzielten Fortschritten ist die Zahl der Kooperationsprojekte gering und die grenzüberschreitende Gesundheitsmobilität bleibt schwach ausgeprägt. Noch mangelt es an einer Datengrundlage, um erfolgsversprechende Kooperationsfelder zu identifizieren. Das gemeinsame Planungsziel soll deutlicher herausgearbeitet werden. Darüber hinaus ist es notwendig, die Vernetzung weiterer Akteure des Gesundheitsbereichs aktiv zu fördern und die neuen Netzwerke mit den bestehenden Koordinierungsinstanzen in Synergie zu bringen. Ein intensives Wissensmanagement (Dokumentation, Dissemination, Kommunikation) würde zur Sichtbarkeit und Förderung des Austausches beitragen. Die zusätzlichen Anstrengungen, die zur Intensivierung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit notwendig sind, übersteigen heute die Kapazitäten der in der Arbeitsgruppe „Gesundheitspolitik“ vertretenen Experten. Es muss eine Unterstützung auf operativer Ebene geschaffen werden, die in der Lage ist, die für die Realisierung von konkreten Projekten notwendigen Kenntnisse in Zusammenarbeit mit den Akteuren zu erarbeiten, sowie die horizontale und vertikale Vernetzung weiterer Gesundheitsakteure zu unterstützen.

Das Projekt TRISAN soll dies übernehmen und als trinationale Plattform zur Entwicklung von Kooperationen beitragen, um so das Versorgungsangebot am Oberrhein zu verbessern. In den drei Jahren des Interreg Projektes soll die trinationale Plattform aufgebaut und ein Konzept zur Analyse von Kooperationspotenzialen am Oberrhein herausgearbeitet und umgesetzt werden. Auf der Grundlage der Ergebnisse werden Projektideen, die von der Begleitung durch die trinationale Plattform profitieren können, von der AG "Gesundheitspolitik" festgelegt. Kooperationsträchtige und projektbezogene Kenntnisse werden herausgearbeitet, um dementsprechend die Projektgruppen bei der Konkretisierung der Projektidee zu begleiten. Weitere Akteure für Gesundheitskooperationsprojekte werden mobilisiert, neue Netzwerke oder Projektgruppen geschaffen und konkrete Tools zur Entwicklung von Kooperationsprojekten zur Verfügung gestellt. Zusammen mit den Gesundheitsakteuren am Oberrhein wird ein Konzept für eine territoriale Kooperation am Oberrhein erarbeitet, die die Form einer ZOAST (Gesundheitszone mit einem organisierten Zugang zu grenzüberschreitenden medizinischen Leistungen) annehmen könnte. Wichtig ist dabei, die Sichtbarkeit der Erfahrungen mit der Gesundheitskooperation zu erhöhen. Von einem Projekt wie TRISAN profitieren nicht nur die Gesundheitsakteure, sondern auch die Bevölkerung des trinationalen Raumes.
Kanton
Aargau
Basel-Stadt
Basel-Landschaft
Jura
Solothurn
Thema
Bildung und Gesundheit
Programm
Interreg
Projektdauer
01.07.2016 - 30.06.2019
Finanzierungs- instrument
à fonds perdu
Projektkosten
CHF 226'800.–
Förderung Bund
CHF 85'050.–
Gesamtkosten EU
€ 612'916.–
Kontakt
Gesundheitsdepartement des Kantons Basel-Stadt
NRP
Die strategischen Ziele und Schwerpunkte bei der Umsetzung der NRP variieren je nach Kanton und Region und sind entscheidend dafür, ob ein Projekt durch NRP-Fördermittel unterstützt werden kann.
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