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Vorstandsmitglieder Robert Moser und Christine Tschütscher sowie Projektleiterin Sabine Stortenbeek (v.l.). Bild: Bank für Gemeinwohl.

Neue Bank eröffnet Chancen für die Regionalentwicklung

In Österreich entsteht eine Bank, die in nachhaltige und regionale Projekte investieren will. Für den Verein Regionalentwicklung Vorarlberg ist das einer der Gründe, das Projekt «Bank für Gemeinwohl» zu unterstützen.

«Ziel ist das Maximieren des Gemeinwohls, nicht des Gewinns» – so formulieren die Projektverantwortlichen die Absicht hinter der «Bank für Gemeinwohl». Konkret heisst das: Die Anlegerinnen und Anleger verzichten auf eine Gewinnausschüttung. Und mit dem Kapital und den Gewinnen der Bank aus Kreditvergaben wird nicht spekuliert, sondern in «gemeinwohlorientierte» lokale und regionale Projekte und Unternehmen investiert. Dazu gehören Kreditvergaben an Vorhaben in den Bereichen Ökologie, Soziales, Bildung oder erneuerbare Energien. Dabei legt die «Bank für Gemeinwohl» grosses Gewicht auf Transparenz und Mitbestimmung. So sollen die Anlegerinnen und Anleger die Möglichkeit haben, über die Investitionen mitzuentscheiden. Die Bank will dazu ihre Investitionspläne offenlegen – eine Geschäftspraxis, die bei Banken sonst unüblich ist.

In regionale Projekte investieren
An der Bank, hinter der keine grossen Financiers stehen, können sich Menschen aus Österreich, Deutschland und der Schweiz ab 200 Euro als Genossenschafter beteiligen. Um die Kostenstruktur der Bank flach zu halten, arbeitet die «Bank für Gemeinwohl» hauptsächlich als Online-Bank mit mobilen Beraterinnen und Beratern, auf Filialen wird mit Ausnahme des Hauptsitzes in Wien verzichtet.
Auch der Verein Regionalentwicklung Vorarlberg (Regio-V) engagiert sich für das Projekt. «Wir unterstützen es in der Kommunikation und verbreiten die Idee des Projekts», sagt Franz Rüf, Projektleiter für die Regionalentwicklung Vorarlberg. Die Regio-V setzt sich unter anderem dafür ein, dass Bürgerinnen und Bürger ihr Kapital in lokale und regionale Projekte investieren können und damit zur Stärkung der Region beitragen. So wirbt sie für die Bank mit konkreten Regionalentwicklungsprojekten, die realisiert werden könnten, aber deren Finanzierung noch nicht gesichert ist. Die Bank könnte hier Abhilfe schaffen und solche Projekte dereinst mitfinanzieren. Franz Rüf betont: «Wir wollen Leute, die diese Projekte unterstützen möchten, zur Anteilszeichnung an der neuen Bank anregen.»

Betrieb ab 2017 geplant 
Neben der Tatsache, dass die Bank in nachhaltige und regionale Projekte investieren will, charakterisiert sie sich auch durch die neuen Möglichkeiten der Bürgerbeteiligung und -investition. Die Anlegerinnen und Anleger können darüber bestimmen, für welches Projekt ihr Geld verwendet beziehungsweise geliehen werden soll. «Mit regionalen Projekten wiederum können gezielt Anleger aus der Region gewonnen werden», so Rüf.
Der Betriebsbeginn der Bank ist auf Anfang 2017 geplant. Bis dahin müssen die Initianten insgesamt 15 Mio. Euro an Eigenkapital aufbringen. Bisher sind gut zwei Mio. Euro zusammengekommen. Um weiteres Kapital zu generieren, werden in Österreich auf nationaler Ebene verschiedene Veranstaltungen durchgeführt. 

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