Dreiländerdialog: Erfolgreicher Austausch über die Ländergrenzen hinweg

Organisiert von regiosuisse und den Netzwerken «Regionalmanagement Austria e.V.» und «Regionen im Dialog e.V.», wurde Ende November in Lindau (D) der erste «Dreiländerdialog Regionalmanagement: Deutschland – Österreich – Schweiz» durchgeführt.

Im Fokus des Kongresses stand der fachliche Austausch über die Ländergrenzen hinweg mit einem Rückblick auf drei Jahrzehnte Regionalmanagement. Mit über 170 Teilnehmenden, davon knapp 30 aus der Schweiz, war der zweitägige Kongress sehr gut besucht. Regionalmanagerinnen und Regionalmanager, Verantwortliche bei Bund und Kantonen sowie weitere Personen, die sich im Bereich Regionalentwicklung engagieren, nutzten im Plenum sowie in neun Dialoggruppen die Möglichkeit, sich international auszutauschen und diskutierten fundiert und engagiert über zukünftige Herausforderungen und (Mega-)Trends des Regionalmanagements.

Ähnliche Auffassungen über das Regionalmanagement 
Eindrücklich zu erfahren war dabei, dass trotz unterschiedlicher Strukturen innerhalb und zwischen den drei Ländern insgesamt eine sehr ähnliche Auffassung über die Tätigkeiten eines Regionalmanagements besteht. So waren sich alle einig, dass Regionalmanagement aufgrund der hohen Ansprüche nicht von Einzelpersonen geleistet werden kann, sondern der Teamarbeit bedarf. Ferner wurde betont, dass die Professionalisierung des Regionalmanagements so zu gestalten sei, dass den Regionalmanagements genügend Spielraum bleibt, um ihre Impulsfunktion wahrnehmen zu können.

Das Berufsfeld konkretisieren
Die diskutierten Themen werden nun, im Anschluss an den Kongress, nochmals aufgegriffen: In einem gemeinsam erarbeiteten Papier sollen das immer noch diffuse Berufsfeld des Regionalmanagements und dessen vielfältige Organisationsformen konkretisiert sowie die künftige flächendeckende Ausgestaltungsform bzw. die Weiterentwicklungsnotwendigkeiten beschrieben werden. Aufgrund der Bedeutung des Kongresses für die weitere Stärkung der Schweizer Regionalmanagements wie auch für die weitere Förderung der länderübergreifenden Zusammenarbeit wird seitens SECO/regiosuisse in diesem Zusammenhang auch eine Ausweitung des Dialogs auf die Nachbarländer Italien und Frankreich diskutiert. Nicht zuletzt, möchte man zukünftig das frankophone Publikum noch gezielter ansprechen. Der diesjährige Kongress wurde, obwohl komplett zweisprachig (D/F) ausgeschrieben, aufgrund der wenigen Teilnehmer aus der Romandie letztlich nur in Deutsch durchgeführt.

Informationen zum Downloaden
Beiträge, Präsentationen sowie die diversen Inputreferate zu den neun Dialoggruppen stehen auf der Veranstaltungs-Website zum Download bereit. Enthalten ist unter anderem der Beitrag von Rudolf Schiess – Ressortleiter Regional- und Raumordnungspolitik beim SECO – der am ersten Tag eine Kurzeinführung in das Thema aus Sicht des SECO präsentierte. François Parvex (CH), Uwe Krappitz (D) und Karl G. Becker (A) gaben eine Übersicht der bestehenden Strukturen, Erfahrungen und Herausforderungen des Regionalmanagements in ihren jeweiligen Ländern. Eine witzig-provokative Präsentation gab es zur Einstimmung am zweiten Tag. Die Tagesmoderatoren Sebastian Bellwald und Sabine Weizenegger machten sich «Gedanken zur Zukunft des Regionalmanagements». Im Referat von Markus Berger wurden neue Paradigmen in der Regionalentwicklung aus Sicht der OECD präsentiert.

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Bild: Daniel Ammann, St. Galler Kantonalbank

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Bild: regiosuisse.

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