BAFU Booklet

Neues Booklet: 23 Best-Practice-Beispiele für naturbasierte Lösungen 

Das neue Booklet vom Bundesamt für Umwelt zeigt 23 inspirierende Best-Practice-Beispiele für naturbasierte Lösungen in der Schweiz – von agrarökologischen Teichen über die Erhaltung alter Bäume bis hin zu begrünten Dächern und Fassaden im urbanen Raum.  

Der Biodiversitätsverlust und der Klimawandel stellen die Schweiz vor grosse Herausforderungen. Naturbasierte Lösungen bieten Regionen, Gemeinden, Städten und Unternehmen die Chance, beide Themen integriert anzugehen.  

Das neue Best-Practice-Booklet, das im Auftrag des Bundesamtes für Umwelt entstanden ist, stellt 23 ausgewählte Massnahmen vor, die systematisch recherchiert, nach einheitlichen Kriterien bewertet und praxisorientiert aufbereitet wurden. Das Booklet zeigt, wie Regionen, Gemeinden, Städten und Unternehmen die Potenziale der Natur gezielt nutzen können, um Biodiversität zu fördern, Klimarisiken zu mindern und die Lebensqualität zu erhöhen. 

Wir stellen zwei Beispiel vor: 

1. Wasser für alle: Agrarökologische Teiche im Parc Jura vaudois 

Im Parc Jura vaudois reagieren Alpeigentümer/-innen auf die durch den Klimawandel zunehmende Wasserknappheit, indem sie sogenannte agrarökologische Teiche anlegen lassen. Diese bestehen aus einem Hauptbecken für das Tränken des Viehs und einem Nebenbecken zur Förderung der Biodiversität und Stärkung des Feuchtgebietsnetzes im Park. Die Teiche haben sich bereits in besonders trockenen Sommern für die Landwirtschaft bewährt und dienen zudem der lokalen Flora und Fauna als wichtigen Lebensraum.  

«Die Teiche sind eine Win-Win-Situation für Landwirtschaft und Natur.» – Valérie Collaud, Verantwortliche Natur und Biodiversität Parc Jura vaudois 

2. Alte Bäume erhalten: Verein «deinbaum» 

In Schweizer Wirtschaftswäldern sind alte, ökologisch wertvolle Bäume selten geworden. Der Verein «deinbaum» ermöglicht durch Baumpatenschaften den Erhalt dieser Bäume bis zu deren natürlichem Verfall. Die Bäume bieten Lebensraum für zahlreiche Pflanzen- und Tierarten, speichern CO2 und fördern die Resilienz der Wälder gegenüber Klima- und Schädlingseinflüssen. Das Projekt sensibilisiert zudem die Bevölkerung für die Bedeutung der Waldbiodiversität. 

«Alte, ökologisch wertvolle Baumriesen sind unsere Leidenschaft.» – Dominik Scheibler, Co-Geschäftsführer Verein «deinbaum» 

Im Booklet sind neben diesen zwei Projekten weitere 21 Best-Practice-Beispiele zu finden, die zeigen, wie naturbasierte Lösungen in der Schweiz erfolgreich umgesetzt werden. 

Jetzt reinschauen: Naturbasierte Lösungen: Chancen für Gemeinden, Regionen und Unternehmen (PDF)

BAFU: Naturbasierte Lösungen

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