Alpenrheintal: Strategien für eine attraktive Arbeits- und Wohnregion

Im Alpenrheintal herrscht in verschiedenen Branchen ein Mangel an Fach- und Führungskräften. Damit qualifizierte Arbeitskräfte kommen und auch bleiben, muss das Alpenrheintal als attraktive Arbeits- und Wohnregion wahrgenommen werden. Wie dies erreicht werden kann, zeigen die Ergebnisse des von regiosuisse unterstützten Projekts «Optimierung der kommunalen Wohn- und Arbeitsplatzattraktivität für Fach- und Führungskräfte» der HTW Chur.

Die im Rahmen des Projekts entstandene Studie «Fach- und Führungskräfte in der Region Alpenrheintal. Optimierung der Wohn- und Arbeitsortattraktivität» zeigt: Besonders relevant für die Arbeits- und Wohnortwahl von Fach- und Führungskräften sind arbeitsplatzbezogene und betriebliche Merkmale. Darüber hinaus fliessen aber auch regionale Faktoren in die Entscheidung, vor allem die geographische Lage der Region in Verbindung mit ihrer Verkehrsanbindung sowie Aspekte von Natur und Landschaft.

Kooperationen sind zentral
Eine durchgeführte SWOT-Analyse der Region Alpenrheintal zeigte unter anderem, dass der Bekanntheitsgrad der Region Alpenrheintal als innovativer Wirtschaftsstandort noch stark verbesserungswürdig ist.
Um qualifizierte Arbeitskräfte für die Region zu gewinnen und zu binden, werden in der Studie Kooperationen auf allen Akteursebenen vorgeschlagen. Denn weder die einzelnen Regionen im Alpenrheintal noch die meisten der dort angesiedelten kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) erreichen für sich allein die kritische Grösse, um auf nationaler oder gar internationaler Ebene bei der Zielgruppe Fach- und Führungskräfte einen ausreichenden Bekanntheitsgrad zu erreichen.
Mögliche Kooperationslösungen bestehen zum einen in der grenzüberschreitenden Vermarktung des Alpenrheintals als innovativen Wirtschaftsstandort mit attraktiven Beschäftigungs- und Entwicklungsmöglichkeiten, der sich durch seine geographische Lage und den attraktiven natürlichen Lebensraum auszeichnet. Nachholbedarf besteht im Alpenrheintal aber auch auf überbetrieblicher Ebene bei der Aus- und vor allem Weiterbildung. Personalentwicklungsverbünde zwischen KMU stellen hier eine Möglichkeit dar. Um junge Hochqualifizierte für sich zu gewinnen, müssen KMU gemäss den Ergebnissen der Studie auch verstärkt den Kontakt zu den Hochschulen vor Ort suchen.

Download Bericht «Fach- und Führungskräfte in der Region Alpenrheintal. Optimierung der Wohn- und Arbeitsortattraktivität»

Handlungsempfehlungen für KMU: Praxisleitfaden Arbeitgeberattraktivität
Als Resultat des von regiosuisse unterstützten Forschungsprojekts ist der «Praxisleitfaden Arbeitgeberattraktivität: Instrumente zur Optimierung der Arbeitgeberattraktivität in kleinen und mittleren Unternehmen» entstanden. Er enthält Handlungsempfehlungen für KMU, wie sie sich als attraktive Arbeitgeber positionieren können, um Fach- und Führungskräften leichter zu gewinnen und zu binden.

Download «Praxisleitfaden Arbeitgeberattraktivität»


Mehr zur Unterstützung von Forschungs- und Transferaktivitäten durch regiosuisse

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Bild: regiosuisse.

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