platinn wird für Europa interessant. Bild: ZVG.

Ein Schweizer NRP-Projekt wird für Europa interessant

Die interkantonale Innovationsplattform platinn unterstützt seit 2009 Westschweizer Start-ups und KMU in ihren Geschäftsvorhaben. Seit diesem Jahr profitieren auch Unternehmen in der EU vom platinn-Konzept.

Die Innovationskapazität und die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen stärken – das sind die Ziele von platinn. Die Plattform baut dabei auf ein Konzept, das auf die vielfältigen Herausforderungen von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) und Start-ups ausgerichtet ist. Die Firmen können auf ein Netzwerk von derzeit 38 Coaches von platinn zurückgreifen, die sie bei ihren Geschäftsvorhaben unterstützen und bei Bedarf weitere Spezialistinnen und Spezialisten hinzuziehen. «Dieses Expertennetzwerk ist wichtig, um auf die Vielfalt der Herausforderungen optimal einzugehen», sagt Direktor Christoph Meier. Ausserdem sei die Nähe zu den Kunden von grosser Bedeutung. platinn arbeitet deshalb zusätzlich mit sechs «Antennen» in den beteiligten Kantonen Freiburg, Jura, Neuenburg, Waadt, Wallis und Genf zusammen. Dabei handelt es sich um kantonale Institutionen, die die Coaching-Angebote von platinn lokal bekannt machen.

So viel zu tun wie noch nie

Die Plattform unterstützt Vorhaben in den Bereichen Geschäftsentwicklung, Unternehmenskooperation, Unternehmensorganisation und Ressourcenentwicklung sowie Unternehmensfinanzierung. Und die Angebote werden rege genutzt: Die Coaching-Aktivitäten haben von 268 im Jahr 2013 auf 411 im 2014 zugenommen – so viel wie noch nie. So wurde beispielsweise die Filmproduktionsfirma Studio41 bei der Entwicklung eines neuen Krans für Dreharbeiten unterstützt. Auch das Unternehmen Gas Alarm Systems – das sich auf die Herstellung von Gasdetektoren spezialisiert hat – konnte auf die Unterstützung eines platinn-Coaches zurückgreifen: Das Unternehmen suchte einen Partner in der Deutschschweiz, um sich auch dort zu etablieren.

Von der Schweiz in die EU

Der Erfolg des Schweizer NRP-Projekts blieb auch der EU nicht verborgen. platinn gewann 2014 eine Ausschreibung der EU, die einen erfolgversprechenden Coaching-Ansatz zur Unterstützung europäischer KMU und Start-ups suchte. Nun wird das platinn-Konzept bis August 2016 auch auf EU-Ebene implementiert. «Zurzeit läuft die Rekrutierung der Coaches», sagt Meier. Bis Ende 2015 sollen mehrere hundert Betreuerinnen und Betreuer bereitstehen. Bereits seit März können die ersten europäischen Unternehmen vom platinn-Modell profitieren: Bis Ende Jahr sollen es 400 bis 500 Firmen sein, die vom Angebot Gebrauch machen. Die Planung geht jedoch weiter. In der Programmphase 2016–2019 soll das Konzept in 170 europäischen Zentren Anwendung finden.

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Bild: Daniel Ammann, St. Galler Kantonalbank

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