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IG Piel-Flue

NRP-Pilotmassnahmen Berggebiete

Wie kann die NRP Akteurinnen und Akteure gezielt dabei unterstützen, ihre Ideen für die wirtschaftliche Entwicklung der Berggebiete umzusetzen? Welche «Hindernisse» sind dafür verantwortlich, dass vielversprechende Ideen nicht zu umsetzbaren Projekten werden und wie können diese abgebaut werden? Gibt es neue Wege, um in den Berggebieten direkt oder indirekt wirtschaftliche Entwicklung auszulösen? Um diese Fragen zu beantworten, lancieren Bund und Kantone die NRP-Pilotmassnahmen Berggebiete 2020–2023. Die Erfahrungen werden auch eine wichtige Grundlage für die Weiterentwicklung der NRP nach 2024.

Nachfolgend eine sehr kurze Zusammenfassung der Pilotmassnahmen: 

Ziele

Die «NRP-Pilotmassnahmen für die Berggebiete» sind besonders auf die Herausforderungen der peripheren Berggebiete zugeschnitten. Sie sollen die verschiedenen Akteure dabei unterstützen, die NRP stärker als bisher für die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung der peripheren Berggebiete in Anspruch zu nehmen. Die Projekte müssen einen Beitrag zur regionalwirtschaftlichen Entwicklung leisten. Der Beitrag kann auch indirekt sein.


Perimeter

Das Ziel der Pilotmassnahmen ist es, vor allem diejenigen Gebiete zu unterstützen, in denen die herkömmlichen NRP-Massnahmen zu wenig greifen. 
Nicht in allen Kantonen, in denen NRP-Programme bestehen, gibt es periphere Berggebiete. Der Perimeter ist eingeschränkt und definiert.


Finanzhilfen

Die NRP-Pilotmassnahmen für die Berggebiete werden seitens Bund aus bestehenden Mitteln der NRP-Achtjahresperiode 2016–2023 finanziert. Insgesamt stellt der Bund voraussichtlich CHF 20 Mio. A-fonds-perdu-Beiträge zur Verfügung. Darlehen werden keine gewährt. Unter die Pilotmassnahmen fallen nur solche Projekte, die mit der «normalen» NRP nicht finanziert werden können. Die Kantone finanzieren die Massnahmen mit.


Pilotmassnahmen

Die Pilotmassnahmen bieten viel Experimentierraum. Zum Beispiel werden die NRP-Förderkriterien flexibilisiert. Neu sind etwa die Möglichkeit für A-fonds-perdu-Beiträge an Infrastrukturprojekte, die Stärkung lokaler Wirtschaftskreisläufe, die Investition in die Verbesserung der Lebensqualität. 

Neu ist auch die einfache Unterstützung von Projektträgern bei der Projektvorbereitung. Zudem können Reallabors aufgebaut werden. Reallabors zur Entwicklung und Umsetzung von unkonventionellen Ideen.

Das Feld ist bereit. Nun ist Kreativität gefragt. Es ist nun an den Akteurinnen und Akteuren sowie Projektträgerinnen und -trägern zu zeigen, ob/dass diese Pilotmassnahmen tatsächlich dafür geeignet sind, in den Berggebieten Projekte für die wirtschaftliche Entwicklung zu ermöglichen.


Vorgehen und Stand der Umsetzung

Die Kantone sind im Lead. Sie wählen Massnahmen aus und bewilligen Projekte. 

Nicht alle Kantone starten die «NRP-Pilotmassnahmen Berggebiete» gleichzeitig. Bereits gestartet haben die Kantone AI, BE, FR, GL, GR, JU, NE, OW, SG, TI, UR, VD, VS. Die Kantone AR, LU, NW folgen im Jahr 2021. 


Strategische Partnerschaften

In Zusammenarbeit mit Partnerorganisationen setzt das SECO ausgewählte Pilotmassnahmen direkt und ohne Mitfinanzierung der Kantone in eigener Regie um.

Strategische Partnerschaft mit Schweiz Tourismus

Die strategische Partnerschaft im Rahmen der «NRP-Pilotmassnahmen Berggebiete» ist bereits in Umsetzung. Partner ist Schweiz Tourismus. Im Rahmen der Kampagne «Million Stars Hotel» unterstützt die NRP-Projekte mit Beiträgen an die Infrastruktur, ohne die eine Teilnahme an der Kampagne nicht möglich wäre. 

Pressemitteilung «Million Stars Hotel» 


Strategische Partnerschaft mit der Schweizerischen Arbeitsgemeinschaft für Berggebiete (SAB):
Programm «Smart Village / Smart Regions»

Die Digitalisierung betrifft alle Lebensbereiche und eröffnet auch Gemeinden und Regionen in Berggebieten neue Möglichkeiten für die wirtschaftliche, soziale und ökologische Entwicklung. Doch wie können die Chancen der Digitalisierung in den Berggebieten «smart» genutzt werden? Dieser Frage wollen das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) und die Schweizerische Arbeitsgemeinschaft für die Berggebiete (SAB) gemeinsam mit rund 40 Berggemeinden in der Schweiz nachgehen. Sie haben dafür im Rahmen der NRP-Pilotmassnahmen für die Berggebiete das Programm «Smart Villages / Smart Regions» lanciert. Das Programm bietet Unterstützung für Gemeinden und Regionen, die in einem partizipativen Prozess Massnahmen erarbeiten möchten, mit denen sich digitale Infrastrukturen, Modelle und Applikationen intelligent einsetzen lassen. Ziel ist ein von der Gemeindeexekutive verabschiedeter Aktionsplan mit konkreten Umsetzungsprojekten, die das digitale Potenzial besser nutzen, die Lebensqualität vor Ort erhöhen und den Ressourcenverbrauch verringern.

Die Teilnahme am Programm steht Gemeinden und Regionen offen, die sich im Perimeter der NRP-Pilotmassnahme des Bundes für die Berggebiete befinden und nicht bereits einen ähnlichen Prozess durchgeführt haben. Interessierte Gemeinden und Regionen können sich direkt bei der SAB melden.

Weitere Informationen zum Programm «Smart Village / Smart Regions» finden Sie im «Factsheet Smart Village / Smart Regions» und auf der Website der SAB. Die SAB wird das Programm am Treffen der Plattform Digitalisierung vom 9. Dezember 2020 vorstellen. Die Teilnahme steht allen offen. Der Anlass findet online statt.

14578Plattform «Digitalisierung und Regionalentwicklung»: «Smart Regions und Villages: Digital stark durch regionale Zusammenarbeit»

, Videokonferenz, regiosuisse. Plattform Digitalisierung

 


Bild: Die Skizze zeigt eine der Varianten, die im Rahmen der Machbarkeitsabklärungen von der IG Piel-Flue überprüft wurde. Der Klettersteig und 12 Kletterouten wurden im Frühling 2020 eröffnet. Es ist damit eines der ersten Projekte, das von den NRP-Pilotmassnahmen Berggebiete mit einem A-fonds-perdu-Beitrag für eine Kleininfrastruktur unterstützt wurde.


Plattform «Digitalisierung und Regionalentwicklung»: «Smart Regions und Villages: Digital stark durch regionale Zusammenarbeit»

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