Die Plattform für Regionalentwicklung in der Schweiz

Eine Makroregionale Strategie für den Alpenraum (EUSALP)

EUSALP: Gemeinsame Zukunft für den Alpenraum

Mit EUSALP, der «Makroregionalen Strategie für den Alpenraum», besitzen auch die Alpen ein Instrument der europäischen Kohäsionspolitik. Makroregionale Strategien befassen sich mit spezifischen geografischen Gebieten, um dort zur wirtschaftlichen, sozialen und territorialen Kohäsion beizutragen.

Wozu makroregionale Strategien?

Makroregionale Strategien sind ein wichtiges Instrument im Bereich Kooperation und territorialer Zusammenhalt. Durch bessere Zusammenarbeit zwischen den Gebieten in wirtschaftlichen, sozialen und territorialen Fragen, soll das Potenzial der Makroregionen effizienter genutzt werden.

Makroregionale Strategien schaffen keine neuen Institutionen oder Gesetze. Ziel ist es, die bestehenden Mittel gezielter und wirkungsorientierter einzusetzen. Dabei wird auch über die EU-Aussengrenzen hinweg mit Nachbarländern zusammengearbeitet.

Zurzeit existieren vier makroregionale Strategien: in der Donau-Region, im Ostseeraum, an der Adria–Ionisches Meer und seit 2015 auch im Alpenraum. Eine Evaluation der beiden ersten Strategien hat gezeigt, dass sich die gemeinsamen Aktionen positiv auf die Regionen auswirkten.


Wieso im Alpenraum?

Der Alpenraum ist eine wichtige Region im Zentrum Europas, nicht nur aufgrund seiner wirtschaftlichen Bedeutung, sondern auch in Bezug auf sein Natur- und Kulturerbe. Ökonomische, geografische und soziale Phänomene sind oft von ähnlicher Natur.

Besonders Klimawandel, demographischer Wandel, Energie- und Verkehrsfragen aber auch der Erhalt des kulturellen Erbes oder die Standortförderung betreffen die meisten Alpenstaaten und -regionen. Eine gemeinsame Strategie erlaubt es, übergeordnete Prioritäten und Aktionsfelder zu definieren, welche effizientes und solidarisches Handeln ermöglichen.


Was sind die Ziele?

EUSALP verfolgt drei Ziele. Zu deren Umsetzung arbeiten neun «Action Groups», jede zu einem eigenen thematischen Schwerpunkt (Aktion):

  1. EUSALP möchte nachhaltiges Wachstum und Innovation fördern. Dies bedarf guten Forschungs- und Innovationsökosystemen, starker strategischer Branchen und optimalen Arbeitsmarkt- und Berufsbildungslösungen.
  2. EUSALP setzt auf nachhaltige Netzwerke in Mobilität, Transport und der Kommunikation. Dazu gehören Intermodalität und Interoperabilität im Personen- und Güterverkehr, Zugang zu öffentlichen Dienstleistungen und sinnvolle Digitalisierung.
  3. EUSALP fördert den Erhalt und die nachhaltige Nutzung des natürlichen und kulturellen Erbes der Alpen. Ökologische Anbindungen, die Bewältigung des Klimawandels und das Risikomanagement sollen im ganzen Programmgebiet verbessert werden. Der Alpenraum soll ferner zu einer Vorzeigeregion für Energieeffizienz und erneuerbare Energien werden.

Weitere Informationen finden sie hier.


Wie funktioniert EUSALP

Die Schweiz beteiligte sich von Beginn weg an der Makroregionalen Strategie für den Alpenraum (EUSALP) und dem gemeinsamen Aktionsplan und spielt heute bei der Umsetzung eine aktive Rolle.

Im Zentrum der Umsetzung stehen die thematischen «Action Groups». Diese bestehen aus engagierten VertreterInnen aller Mitgliedsländer, wobei zahlreiche Schweizerische Institutionen mitwirken. Die Qualität der gebildeten Partnerschaften und das Engagement das hier stattfindet, bestimmt zu einem grossen Teil den Erfolg der Strategie.

Für die Koordination ist das «Executive Board» verantwortlich. Es besteht aus Vertreterinnen und Vertretern der Alpenstaaten und -regionen, der Europäischen Kommission sowie aus zwei Beobachtern der Alpenkonvention und dem Interreg-Programm «Alpenraum». Die Schweiz ist mit der Regierungskonferenz der Gebirgskantone (RKGK) und mit dem Bundesamt für Raumentwicklung (ARE) vertreten.

Einmal pro Jahr wird zudem eine Generalversammlung einberufen, wo politische Vertreter der alpinen Länder und Regionen die allgemeinen politischen Leitlinien für die Strategie festlegen.


ARPAF: Forschung für EUSALP

Seit der Einführung der Strategie bemerkten die «Action Groups», dass man Herausforderungen oft genauer erforschen müsste, um die ambitionierten Ziele zu erreichen. Zu diesem Zweck stellte das europäische Parlament finanzielle Mittel im «Alpine Region Preparatory Action Fund» (ARPAF) zu Verfügung.

In der ersten Runde 2018 wurden 6 Projekte ausgewählt, welche Wissen zu den thematischen Ausrichtungen der «Action Groups» generieren und die für die Umsetzung von EUSALP besonders wichtig sind. Schweizer Aktionsgruppenmitglieder sind dort sehr aktiv.


Kontakt

Bei Fragen zu EUSALP kontaktieren Sie bitte Silvia Jost, Bundesamt für Raumentwicklung (ARE), eusalp@are.admin.ch.


Weitere Informationen

Die neusten Entwicklungen in der EUSALP werden unter anderem im ARE-Newsletter kommuniziert. Sie können den Newsletter per E-Mail (interreg@are.admin.ch) abonnieren oder hier downloaden.

Bild: Erich Westendarp / pixelio.de

digi«Digitalisierung und alternative Finanzierungsformen für regionale Projekte»
22. August 2019

JETZT ANMELDEN: «Digitalisierung und alternative Finanzierungsformen für regionale Projekte»

Zusammenfassung
«Digitalisierung und alternative Finanzierungsformen für regionale Projekte»
Bild: regiosuisse
25. August 2019

regiosuisse-Umfrage: Ihre Meinung ist uns wichtig

Zusammenfassung
Nehmen Sie sich ca. 6 Minuten Zeit und machen Sie bei unserer regiosuisse-Umfrage mit.
screenshot
30. Oktober 2019

JETZT ANMELDEN: Interreg-Tag

Zusammenfassung
Interreg-Tag
Artikel teilen