Die Plattform für Regionalentwicklung in der Schweiz

ESPON

ESPON: Forschung zur Raumentwicklung in Europa

ESPON ist ein europäisches Programm zur Raumbeobachtung. Es publiziert Studien zu ausgewählten Themen und erfasst grenzübergreifende Daten zur territorialen Entwicklung. Diese einzigartige Wissenssammlung auf verschiedenen räumlichen Ebenen soll zur nachhaltigen Entwicklung Europas beitragen.

Was ist ESPON?

ESPON (European Territorial Observatory Network) ist das Netzwerk zur Beobachtung der europäischen Raumentwicklung. ESPON wurde 2002 lanciert und wird in der interregionalen Ausrichtung von Interreg V und ebenso der NRP fortgeführt. Getragen wird das Programm von allen EU-Mitgliedstaaten und den Partnerstaaten Island, Liechtenstein, Norwegen und der Schweiz.

Das Programm gibt Fallstudien und thematische Publikationen in Auftrag und generiert europaweit vergleichbare Daten. Damit werden Probleme und Potenziale verschiedener europäischer Regionen und Gebietstypen sichtbar. Dank dieser Wissensbasis können wirksame Politikempfehlungen für territoriale Fragen abgegeben werden.


Inhalte

Das Programm definiert für jede Periode Schwerpunktthemen wie z.B. Grüne Infrastruktur, Wirtschaftsentwicklung, innere Peripherien, Migrationen usw. Das aktuelle Programm ESPON 2020 fokussiert unter anderem auf die territorialen Wirkungen der Makroregionalen Strategien: Besonders im Zusammenhang mit der Europäischen Strategie für den Alpenraum (EUSALP) ist ESPON deshalb für die Schweiz eine wichtige Stütze.

ESPON erlaubt für viele Indikatoren erstmals grossräumige, internationale Vergleiche. Eine aktive Teilnahme gewährleistet nicht zuletzt, dass Schweizer Daten in die Forschung eingehen und europaweit sichtbar werden. Das internationale Netzwerk ermöglicht ausserdem wertvolle und langfristige fachliche Kontakte rund um die Forschung zur Raumentwicklung


Schweizer Beteiligung und Kontaktstelle

Die Schweiz liegt im Programmgebiet. Damit können sich öffentliche und private Schweizer Institute im Rahmen von europäischen Forschungskonsortien an ESPON-Projekten beteiligen. 

Gemeinden, Kantone und Bundesämter haben die Möglichkeit, selber Forschungsthemen vorzuschlagen und, falls das Thema angenommen wird, ein Forschungskonsortium zu begleiten. Sie profitieren vom Erfahrungsaustausch, können professionelle Partnerschaften knüpfen und neue Ansätze für Probleme in ihrer Region oder ihrem Forschungszweig entwickeln. In der letzten Programmphase 2007–2013 gab es über 60 Projekte, davon 11 mit Schweizer Beteiligung.

In der Schweiz ist das Bundesamt für Raumentwicklung (ARE) für die Betreuung von ESPON zuständig. Das ARE ist Anlaufstelle für Projektpartner und verwaltet die Teilnahme am Programm. Die Schweizer Beteiligung an ESPON erfolgt im Rahmen der Neuen Regionalpolitik (NRP).

Bild: Bernd Kasper / pixelio.de

Ansprechpartner bei Fragen:

Marco Kellenberger

Bundesamt für Raumentwicklung (ARE)
Sektion Grundlagen 
Marco Kellenberger
+41 31 322 40 73
marco.kellenberger@are.admin.ch

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