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Aktuelle Projektaufrufe in Förderprogrammen

Sie haben eine Idee, wie mit den Herausforderungen des Klimawandels umgegangen werden kann? Oder wie der Langsamverkehr im urbanen und ländlichen Raum unterstützt werden könnte? Vielleicht haben Sie auch Vorstellungen darüber, wie grenzbedingte Hindernisse abgebaut und die grenzübergreifende Zusammenarbeit verbessert werden kann? In verschiedenen nationalen und internationalen Förderprogrammen laufen derzeit Projektaufrufe, bei denen unterschiedlichste Ideen verwirklicht werden können. Hier finden Sie eine Übersicht.

Projekte zur Siedlungsentwicklung, zum Klimawandel und im Rahmen der NRP

Auf nationaler Ebene finden derzeit verschiedene Projektaufrufe statt. So hat die Koordinationsstelle für nachhaltige Mobilität KOMO eine Projektausschreibung mit dem Schwerpunkt «Siedlungsentwicklung» lanciert. Interessierte können ihre Gesuche bis zum 30. April 2018 einreichen. Mögliche Themen sind Lösungsansätze für die Förderung der nachhaltigen Mobilität (bessere Fahrzeugauslastung, effizientere Transportmittel, kürzere Wege usw.) in Siedlungen, Quartieren und Arealen sowie im ländlichen Raum oder die Förderung des Langsamverkehrs. Detaillierte Informationen zum Projektaufruf finden sich auf der Website der KOMO.

Im aktuellen Projektaufruf des Pilotprogramms «Anpassung an den Klimawandel» können Kantone, Regionen und Gemeinden noch bis zum 4. Mai 2018 Projektgesuche einreichen, die dazu beitragen, die klimabedingten Risiken zu reduzieren und allfällige Chancen zu nutzen. Detaillierte Informationen enthält die BAFU-Website zum Pilotprogramm.

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Pilotprogramm «Anpassung an den Klimawandel» lanciert neuen Projektaufruf

Auch die Schweiz ist vom Klimawandel betroffen. Die Folgen der Erwärmung sind bereits sicht- und spürbar: die Gletscher schmelzen, Hangrutschungen und Felsstürze nehmen zu und Hitzewellen werden häufiger und intensiver. Das Pilotprogramm «Anpassung an den Klimawandel» des Bundes unterstützt die Kantone, Regionen und Gemeinden beim Umgang mit den neuen Herausforderungen. Im aktuellen Projektaufruf können bis 4. Mai 2018 neue Projektgesuche eingereicht werden.

Selbstverständlich können Projektinteressierte auch laufend Projektanträge im Rahmen der Neuen Regionalpolitik (NRP) einreichen. Dort spielen die Förderschwerpunkte «Industrie» und «Tourismus» eine wichtige Rolle. Mehr Informationen dazu finden sich in der Rubrik «NRP».

Projekte zur grenzübergreifenden Zusammenarbeit

Auf internationaler Ebene sind aktuell viele Projekt-Calls im Rahmen von «Interreg V» offen. Interreg unterstützt Projekte, welche die grenzüberschreitende, transnationale und interregionale Zusammenarbeit fördern. Dazu gibt es unterschiedliche Interreg-Förderprogramme, die verschiedene Förderperimeter abdecken. Hier ein Überblick der Interreg-Programme, in denen aktuell Projekte eingereicht werden können:

  • Interreg V A-Programm «Alpenrhein–Bodensee–Hochrhein»: Projektideen können jederzeit in Form von Projektskizzen eingereicht werden.
  • Interreg V A-Programm «Oberrhein»:
    • Projekte zum Thema «Intelligentes Wachstum am Oberrhein – Die Entwicklung zu einer international wettbewerbsfähigen grenzüberschreitenden Wissens- und Innovationsregion unterstützen» können bis am 3. April 2018 eingereicht werden.
    • Projekte zum Thema «Begrenzung des Anstiegs des grenzüberschreitenden, motorisierten Verkehrs durch die Entwicklung von belastungsärmeren Verkehrsträgern im Oberrheinraum»: können bis am 13. Juli 2018 eingereicht werden. 
  • Interreg V A-Programm «Frankreich-Schweiz»: Bis zum 27. April 2018 können «pré-projets» eingereicht werden.
  • Interreg V B-Programm «Nordwesteuropa»: Bis zum 26. April 2018 sind Gesuche in den Bereichen «Innovation», «Low carbon» und «Resource & materials efficiency» möglich. Zudem läuft eine gezielte Ausschreibung («targeted call») zum Thema «Increasing the capacity of renewable energy in North-West Europe» bis zum 31. Juli 2018. 

Detaillierte Informationen finden Sie auf den Websites der entsprechenden Programme:

Einen Überblick über die verschiedenen Interreg-Programme, an denen sich die Schweiz beteiligt, finden Sie auf www.interreg.ch.

Im Rahmen der Initiative «b-solutions» sucht die Europäische Kommission gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft Europäischer Grenzregionen innovative Ideen zur Bewältigung von grenzbedingten Hemmnissen. Dieser neue Ansatz zielt insbesondere auf rechtliche und administrative Hürden an den Binnengrenzen der Europäischen Union einschliesslich der Schweiz und dem Fürstentum Liechtenstein ab. Das primäre Ziel besteht in der Identifikation und der Verbreitung von nachhaltigen Methoden zur Bewältigung von Grenzhemmnissen. Anträge können bis zum 30. April 2018 eingereicht werden. Das Antragsformular und weitere Informationen finden sich unter www.b-solutionsproject.com
 

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